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Daniel Hengst wurde 1981 in Leipzig geboren und studierte von 2001 bis 2007 an der HTWK Leipzig Medientechnik. Seit 2008 arbeitet er vor allem als Medienkünstler an Theatern in Dortmund, Berlin, Leipzig, Frankfurt und Freiburg. Er arbeitete u.a. mit den Theaterregisseuren Martin Laberenz, Hasko Weber, Lukas Matthaei, Kay Voges und Andres Veiel.

2009 führte er Co-Regie des Dokumentarfilms DEMOCRACY IN MOTION, welches die zehnwöchige Tour von Joseph Beuys' sozialer Skulptur 'OMNIBUS' durch Osteuropa begleitet. Im folgenden Jahr arbeitete er mit Miriam Horwitz am Tanz/Performanceprojekt DAS NIJINSKI-PROJEKT und als Videokünstler für das Theaterstück VISITOR Q welches im gleichen Jahr zum NRW-Theatertreffen eingeladen wurde.

In der Spielzeit 2011/2012 war Daniel Hengst als Videokünstler und Kameramann integraler Bestandteil und festes Ensemblemitglied des Schauspiel Dortmund. Hier entstanden unter seiner Mitarbeit u.a. Ibsens NORA ODER EIN PUPPENHEIM / GESPENSTER, NAKED LENZ sowie Bulgakovs MEISTER UND MARGARITA. Zu Beginn der Spielzeit 2012/2013 war Daniel Hengst Videokünstler für die filmische Umsetzung von Wolfram Lotz' Text EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL. Diese Verschmelzung von Film und Theater gewann Auszeichnungen auf Festivals in St. Petersburg und Los Angeles sowie den Preis für die beste Produktion 2013 beim NRW- Theatertreffen. 2014 entstand am Schauspiel Frankfurt in Zusammenarbeit mit Kay Voges eine Theater/Film-Zwitter von Tenessee Williams' ENDSTATION SEHNSUCHT.

2013 hatte Daniel Hengsts erste Regiearbeit DER LIVE-CODE: KRIEG UND FRIEDEN IM GLOBALE DORF Premiere im Theater Dortmund und wurde als digitales Theaterexperiment auch zur Tagung der Heinrich Böll Stiftung 'Theater&Netz' nach Berlin eingeladen. Im gleichen Jahr entstand für den Theaterabend DAS GOLDENE ZEITALTER eine vierstündige Videoinstallation, sowie Videoart für Richard Wagners Oper TANNHÄUSER an der Oper Dortmund.

Als Teil der freien Theatergruppe 'matthaei & konsorten, entstanden 2014 das Stadtraumprojekt IM APPARAT DER KRIEGE sowie 2016 in Freiburg das Projekt SUPERKÖRPER. Hier arbeitete Daniel Hengst u.a. im Bereich Artware um durch performative Vorgänge, Möglichkeiten des selbstbestimmten Umgangs mit Technologie und Software aufzuzeigen.

2015 initiierte er mit Malin Nagel die Theater-/Technikforschungsreihe SAVOIR VIVRE I – IV, welche sich mit den Fragen der Sorge und Aufklärung, sowie den Veränderungen der menschlichen Kognition in Bezug auf programmierbare Medien beschäftigte. Im Herbst des selben Jahres hatte Ferdinand von Schirachs TERROR Premiere am Deutschen Theater in Berlin. Hierfür erarbeitete Daniel Hengst 3D-Umgebungen und -animation und kombinierte diese mit eigenen elektronischen Soundscapes. 2016 entstand in Zusammenarbeit mit Nina Wesemann das dokumentarische VR-Projekt MY LONESOME HOLOGRAM, welches im November des selben Jahres Premiere auf dem Festival DOK Leipzig hatte. Kurz zuvor hatte Hengst mit der deutsch-koreanischen Koproduktion WALLS - IPHIGENIA IN EXILE in Gwangju/Korea Premiere.

2017 entstanden Videoinstallationen im Rahmen des Theaterstücks WUT und des Forschungs- und Theaterprojekt WELCHE ZUKUNFT, beide am Deutschen Theater Berlin.

2014 wurde Daniel Hengst der Nachwuchspreis des Deutschen Bühnenvereins der Dr.Otto-Kasten-Preis als Videokünstler verliehen.