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2016

Dark Matters - Beyond Us

Installation

mit Malin Nagel, Annika Wehrle, Helen Hess und Charlotte Eitelbach

unterstützt durch die Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

Die Forschung nach dunkler Materie und dunkler Energie, welche laut wissenschaftlichen Erkenntnissen den Großteil des Universum ausmachen, stellt die aktuelle Position des Menschen auf der Welt in Frage. Denn auf die Bühne der Relationen treten unbekannte und schwer verortenbare Kontingenzen. Gibt es andere Positionen, von denen aus man das Menschliche in einem gleichberechtigtem Zusammenspiel verschiedener Materien, neu betrachten und bewerten kann? In einer Recherche zu Dunkler Materie und Posthumanismus trafen wir Rosi Braidotti und Hartmut Wittig, um dieser Frage näher zu kommen.

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2016

my lonesome hologram

VR-Installation

Premiere @ DOK Leipzig

mit Nina Wesemann, Lars Ullrich und Frank Génot

Für diese interaktive VR-Installation begibt sich die BesucherIn auf drei Etappen durch die Installation. Im ersten Raum sprechen BesucherIn und ein Guide über persönliche Aspekte der Anwesenheit und Abwesenheit, dem Digitalen, der Einsamkeit und dem Geselligen. Audioaufnahmen dieses 'Interviews' werden gemacht. In einem zweiten Raum wird eine Geste oder ein Bewegungsablauf der BesucherIn mit zwei 3D-Kameras aufgezeichnet. In einem dritten Raum begegnet man nun auf einer virtuellen Insel seinem Hologramm sowie den Hologrammen der vorherigen Besucher.

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2016

Walls – Iphigenia in Exile

Schauspiel

Deutsches Theater Berlin / Asia Culture Center, Gwangju

von ZinA Choi, Tilmann Köhler, Kyungsung Lee, Mario Salazar, Jungung Yang, Kon Yi und Ensemble

Für die Koreanisch-deutsche Koproduktion erarbeitete ich u.a. Videointerviews, welche in einer Doppelprojektion, die DDR-Vergangenheit und deren gegenwärtige Reflektion verdichteten. Für die Performance von Jungung Yang kreierte ich eine Software, mit der sich die Schauspieler auf der Bühne als Schattenrisse aufzeichnen ließen, um dann langsam im digitalen Nebel zu verschwinden. 'Walls - Iphigenia in Exile' ist meine zweite Theaterarbeit bei der ich mich neben der Arbeit am Visuellen, auch musikalisch ausdrücken konnte.

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2016

Superkörper

Stadtraumprojekt

Theater Freiburg

matthaei & konsorten

In vielen Videointerviews ergründeten wir die Einstellungen, Vorhaben und Gedanken von ForscherInnen der Lebenswissenschaften. Dieses Material wurde in einem eigens dafür programmierten DNA-Videoplayer im Web präsentiert. Er bildete die inhaltliche Basis, auf der die TeilnehmerInnen des partizipativen Projektes SUPERKÖRPER selbst zu forschen begannen und nach den Konsequenzen dieser Wissenschaften in ihrem Leben suchten. Autonome Hard- und Software waren Tools der Forschung.

2015

2015

Brief an Heiner M.

multimediale Lesung / Gamedev

Theater Dortmund

gelesen von Uwe Schmieder

Für die Lesung des Textes von Goran Fercec programmierte ich eine Art Computerspiel, welches die innere Realität des Protagonisten aufgreift. Der 'Spieler' startet in einem kleinen Hotelzimmer: Auf dem Fernseher in der Ecke laufen Videos der Kriege auf dem Balkan der 90er Jahre und vermischen sich mit Privataufnahmen einer glücklichen Familie aus Ostdeutschland zur selben Zeit. Die Tapeten, Bilder an der Wand und Buchumschläge in diesem Raum verändern sich im Verlauf der Lesung/des Spiels. Durch ein Loch in der Wand gelangt der Spieler in einen Hof. Dieser Hof stellt sich als Friedhof für Stein und Metall in Form von Statuen heraus.

Terror

Schauspiel

Deutsches Theater Berlin

Regie: Hasko Weber

Für das Stück TERROR von Ferdinand von Schirach am Deutschen Theater in Berlin, entwickelte ich virtuelle Landschaften und Objekte welche die Virtualität von Recht, aber auch die Technologisierung und absolute Enthumanisierung des Krieges ins Auge nimmt. In einer Zwischenwelt zwischen Traum, Spiel und Simulation, kommen in den 3D-Umgebungen Artefakte der Ereignisse und des privaten und beruflichen Lebens des Hauptprotagonisten zum Vorschein. Für die Clips erstellte ich verschiedene Edits eines Musikstücks, welche diese immer wieder in die innere Gedankenwelt des Kampfjetpiloten Lars Koch zurückbinden.

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2015

Savoir Vivre I - IV

Theaterforschungsprojekt

Für einige Monate stellten wir eine Gruppe an Künstlern und Wissenschaftlern zusammen, um den Veränderungen des kognitiven Apparates durch die Technologisierung des Alltags und der Soziosphäre näher zu kommen. Welche Veränderung machen diese Bereiche aktuell durch und wie lässt sich mit künstlerischen Mitteln darauf reagieren? In der Tiefe der Theorie und geduldigen Gesprächen untereinander, fanden wir performante Prototypen von diskursiven Räumen, Handlungen und Vorgehensweisen, die wir in kleinen Showings mit Besuchern ausprobierten.

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2014

2014

Endstation Sehnsucht

Schauspiel

Schauspiel Frankfurt

Regie: Kay Voges

Auf zwei großen Leinwänden sehen die BesucherInnen des Theaterstücks einen Film, der gleichzeitig mit den Ereignissen auf der Bühne entsteht. Zwei Kameraleute liefern hierfür die Bilder und im Schnitt der Bilder entstehen Glitches, digitale Fehler, welche die Welt der Untoten für kurze Augenblicke in die Bühnenrealität hereinbrechen lassen. Die Macht der Bilder und ihre konstruierten Hyper-Realitäten attackieren die Realität der Bühne sowie auch Blanches Realität.

2014

Hamlet

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Kay Voges

Hamlet in Zeiten des Synoptikums: Auf verschiedenen Bildschirmen zeigen steuerbare Kameras die Vorgänge in den Räumen der Bühne verbunden in einem Bildergedächtnis. Alles was passiert, wird gespeichert und analysiert. Die mit dem Medienkünstler Lars Ulrich entwickelte Software für diesen Abend bildet das 'Interface Hamlet', mit dem das Bühnengeschehen durch die Datenbrille beobachtbar wird. Am Ende gab es digitalen Applaus via Twitter und SMS.

Im Apparat der Kriege

Performance / Stadtprojekt

Sophiensaele Berlin

matthaei & konsorten

Die dreitägige Simulation im öffentlichen Raum von Berlin stellte Menschen mit unterschiedlichsten Kriegserfahrungen und deren Umgang mit eben diesen nach ihrer Heimkehr nach Deutschland in den Mittelpunkt. Durch die Herstellung und Programmierung eines mobilen Kamera-, Monitor- und Bildbearbeitungssystems thematisierten wir einerseits die Diskrepanz zu medial vermittelten Kriegsrealitäten und andererseits erzeugten wir einen spielerischen Zugang zur technologisch bestimmten Realität von Krieg.

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Outside the Box

Kunstforschungsprojekt

fft Düsseldorf / kanuti gildi saal Tallinn

matthaei & konsorten

Mit dem Auftrag des Leiters des kanuti gildi saal in Tallin zu forschen, wo die Besucher_innen der Theater seines Alters sind, begaben wir uns auf Recherche in der Fremde. Wir fanden junge und ältere Künstler_innen und ließen sie im künstlerischen Wettkampf gegeneinander antreten.

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2013

Tannhäuser

Oper

Oper Dortmund

Regie: Kay Voges

Immer ganz nah an den Geschwindigkeiten und Temperaturen von Wagners Musik, entwickeln sich die Bilder für die Oper Tannhäuser teilweise über mehrere Minuten oder changieren zwischen pompös und schlicht. Mit bis zu 6000 Bildern pro Sekunden wurden die Filmaufnahmen gemacht, in denen christliche Ikonographien, aber auch deren Übertrag in die Moderne und die Popkultur, obszessiv durchexerziert werden. Die fast die komplette Oper durchegehende Präsenz der Videos, macht sie zu starken bühnenbildnerischen Agentien und erweitert den Bühnenraum in die seelischen Zustände der Protagonisten.

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Das goldene Zeitalter

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Kay Voges

Für die Dramatisierung der Wiederholung in einer drei- bis vierstündigen Show, kreierte ich eine Videoinstallation welche die Bühne aus verschiedensten Perspektiven und Intensitäten aufnehmen,überlagen und loopen konnte. Ich habe versucht dem Erfahren von Wiederholungen eine Dimension des visuellen Präkommentierens hinzuzufügen.

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Der Live-Code

Schauspiel/Installation

Theater Dortmund

Regie: Daniel Hengst

Im Raum hängen 5 Leinwände, in der Mitte steht ein Tisch an dem drei Personen an Bildschirmen arbeiten und in der anderen Ecke eine kleine interaktive Medieninstallation. In diesem "Bühnenbild" verhandelte der Live-Code die Möglichkeiten von programmierbaren Medien und startete im Beisein der Zuschauer den Versuch, diese sich selbst zu überlassen. Im Beisein der Besucher wurden virtuelle (auditive und visuelle) Umgebungen programmiert und editiert.

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2012

Einige Nachrichten an das All

Film/Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Kay Voges

Die Grundlage zu diesem Film ist der Text von Wolfram Lotz, dessen implizite Herausforderung die Grenzen der Bühne zu übertreten um an Ihnen zu scheitern, gleichzeitig Motivation und Überforderung für den Dreh und die Postproduktion darstellte. Die so gefundenen Arbeitsmethoden, ließen Theater und Film in einer sehr eigenständigen Form verschmelzen. Durch meine zweiteilige Aufgabe als Kameramann und Cutter, war es möglich in dem gängigen Produktionszeitrahmen eines Theaterstücks einen Langspielfilm entstehen zu lassen.

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Crashtest Nordstadt

Perfomance / Stadtprojekt

Theater Dortmund

matthaei & konsorten

Für die erste gemeinsame Arbeit mit Lukas Matthaei im Rahmen eines Projektes des Schauspiel Dortmund arbeitete ich eng mit dem ChaosTreff Dortmund zusammen. Die Geschehnisse an verschiedenen Orten der Dortmunder Nordstadt, an denen das Projekt stattfand, wurden in einem Online-Livevideostream übertragen. Das Spiel um Werte und Märkte, welches im Kern von CRASHTEST NORDSTADT stand, wurde in der Art von Börsenberichterstattungen in dieses Online-TV integriert. Desweiteren gab es dokumentarisches und insziniertes Videomaterial aus dem Viertel und mit den Bewohnner_innen.

2012

Meister & Margarita

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Kay Voges

Für die Inszenierung entwickelte ich aufgrund der engen Platzverhältnisse auf der Bühne eine Doppelkamera, welche es dem Kameramann David Wesemann ermöglichte, zwei Perspektiven zur gleichen Zeit einzufangen und diese im Live-Schnitt in der Form von Schnitt/Gegenschnitt zu verwenden. Videoeinspieler unter der Zuhilfenahme von 3D-Programmen, erstellte ich hier zum ersten Mal um einen utopischen Raum zwischen Bulgakovs Literatur und der Dortmunder Inszenierung zu erzeugen.

2011

2011

Naked Lenz

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Martin Laberenz

NAKED LENZ war Martin Laberenz´ zweite Inszinierung am Schauspiel Dortmund und entstand aus der Überlagerung von Georg Büchners "Lenz" mit William Burroughs "Naked Lunch". Dafür drehte ich Material auf 8mm mit den Schauspieler_innen und entwicklte nach Art von Terry Gilliams Legetricktechnik, Animationen welche einen visuellen Denkraum zwischen beiden Literaturen herstellte. Die Bühne wurde für mich als Kameramann zum Einsatzgebiet inmitten einer theatralen Überforderung.

Nora & Gespenster

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Kay Voges

In der Doppelinszenierung von Ibsens Stücken fand sich eine Form der familiären Genealogie. Live-Kamera und Videoeinspieler waren Mikroskop und Gefühlsmesser des Privaten von Nora/Frau Alving.

2010

2010

Visitor Q

Schauspiel

Theater Dortmund

Regie: Martin Laberenz

In der Mitte des Studioraums steht eine Black Box in die man mit Hilfe mehrerer Monitore ins Innere Blicken kann. Meine Kamera war im ersten drittel des Stücks das Auge des Zuschauers. Diese mediale 'Zurichtung' wurde im Verlauf des Abends dann, ähnlich wie bei Takashhi Miikes' gleichnahmigen Film, thematisiert und diskutiert. Somit wurde ich als Kameramann in die performativen Vorgänge in der Box einbezogen. Es war für mich bisher das einzige mal, in einem Theaterstück auch Text und Spielvorgänge abseits der Technik zu proben und zu praktizieren. Für die Videoinstallation drehten wir Material mit den Schauspieler_innen und zwei Pornodarsteller_innen.

Das Nijinski Projekt

Tanz / Film

von: Mirjam Horiwtz & Daniel Hengst

mit: Claire Vivianne Sobottke & Paul Matzke

In den Ruinen und Baufälligkeiten der Alten Leipziger Messe gehen die Begegnungen von Bewegung, Architektur und Kamera den geistigen Entwicklungen und Ideen Vaslav Nijinskys auf der Schwelle zu seiner Schizophrenie nach. Der hier vollständig vorliegende Film entstand in mehreren dieser Begegnungen, deren jeweilige Dauer von der Länge eines MiniDV-Tapes bestimmt wurde. Die Kamera als Zeitgeber und sich selber als Tänzer mit der Kamera zu verstehen, dessen Auge Zustände und Energien konserviert, aber auch ein Eigenleben hat, sah ich das erste Mal bei Maya Deren. Die so geschaffenen Bilder und "Szenen" assemblierte ich anhand von Eindrücken aus dem Tagebuch von Vaslav Nijinsky.

2009

Democracy in Motion

Dokumentarfilm

73 Minuten

Die zehnwöchige Tour von Joseph Beuys' sozialer Skulptur OMNIBUS durch zwölf Länder Südosteuropas wurde während der Fahrt in einem kontinuierlichen Webcast und nach Abschluss in einem Dokumentarfilm aufbereitet. Ich versuchte während der Tour verschiedene Themen der direkten Demokratie zu bennen und diese im Langfilm miteinander zu verweben.

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2009

Idioten

Schauspiel

Centraltheater Leipzig

Regie: Martin Laberenz

In der Bühnenadaption von Lars von Triers IDIOTEN in der Leipziger Skala lernte ich viel im Umgang mit der Kamera auf der Bühne. Die Autonomie mit der die Schauspieler_innen auf die Bühne und vor die Kamera traten, fordert mich als Kameramann heraus, meine eigene Autonomie zu erforschen und sie in die Praxis zu überführen.

2008

2008

Maschinenwinter

Schauspiel

Centraltheater Leipzig

Regie:Martin Laberenz

Basierend auf der Streitschrift von Dietmar Dath fragen die Schauspieler was man tun kann, um die Maschinen zu befreien, damit sie sich bei den Menschen revanchieren können. Ausgerüstet mit einer kleinen Live-Kamera und ein paar Monitoren und DVD-Playern baute ich hier meine erste Videoinstallation für das Theater.

2007

2007

Lazar

Dokumentarfilm

94 Minuten

Regie:Bernhard Wutka

Der Dokumentarfilm über den Holocaust-Überlebenden Israel Laszlo Lazar zeigt die Orte seiner Kindheit sowie die Orte der Deportation und Gefangenschaft. Seine Tochter begleitet ihn auf seiner Reise und ihr Verhältnis und das Reden über die Geschichte wird ebenfalls zum Teil des Films.

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