pour ne pas oublier


2015

Brief an Heiner M.

Lesung / Game

Theater Dortmund

mit Uwe Schmieder

Für die Lesung des Textes von Goran Fercec programmierte ich eine Art Computerspiel. Der 'Spieler' startet in einem kleinen Hotelzimmer: Auf dem Fernseher in der Ecke laufen Videos der Kriege auf dem Balkan der 90er Jahre und vermischen sich mit Privataufnahmen einer Familie aus Ostdeutschland zur selben Zeit. Die Tapeten, Bilder an der Wand und Buchumschläge in diesem Raum verändern sich im Verlauf der Lesung/des Spiels. Durch ein Loch in der Wand gelangt der Spieler in einen Hof. Dieser Hof stellt sich als Friedhof für Stein und Metall in Form von unnützen Statuen heraus.




TERROR

Video & Sound

Deutsches Theater Berlin

Regie: Hasko Weber

Für das Stück TERROR von Ferdinand von Schirach am Deutschen Theater in Berlin, entwickelte ich virtuelle Landschaften und Objekte welche die Virtualität von Recht, aber auch die Technologisierung und absolute Enthumanisierung des Krieges ins Auge nimmt. In einer Zwischenwelt zwischen Traum, Spiel und Simulation, kommen in den 3D-Umgebungen Artefakte des privaten und beruflichen Lebens des Hauptprotagonisten zum Vorschein.

> Link zur Stück-Webseite des Deutschen Theater Berlin



Savoir Vivre I - IV

Research / Performance

mit Malin Nagel, Alex Hof, Elias Oltmanns, Katharina Halus, Valerie Gasse, Jonas Keller, Lisann Behm, Lars Ulrich, Frederik Worms, Katrin Klietsch, Caspar Schleicher, u.a.

Für einige Monate stellten wir eine Gruppe an Künstlern und Wissenschaftlern zusammen, um den Veränderungen des kognitiven Apparates durch die Technologisierung des Alltags näher zu kommen. Welche Veränderung macht das menschliche Gehirn durch und wie lässt sich mit künstlerischen Mitteln darauf reagieren? In der Tiefe der Theorie und geduldigen Gesprächen untereinander, fanden wir Prototypen von diskursiven Räumen, Handlungen und Vorgehensweisen, die wir in kleinen Showings mit Besuchern ausprobierten.

> Link zum Projekt



2014

Endstation Sehnsucht

Videoinstallation

Schauspiel Frankfurt

Regie Theaterstück: Kay Voges

Auf zwei großen Leinwänden sehen die BesucherInnen des Theaterstücks einen Live-Film, der gleichzeitig mit den Ereignissen auf der Bühne entsteht. Zwei Kameraleute liefern hierfür die Bilder und im Schnitt der Bilder entstehen Glitches, digitale Fehler, welche die Welt der Untoten für kurze Augenblicke in die Bühnenrealität hereinbrechen lassen. Die Macht der Bilder und ihre konstruierten Hyper-Realitäten attackieren die Realität der Bühne sowie auch Blanches Realität.







Im Apparat der Kriege

Video / Artware / Performance

Sophiensaele Berlin

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Die dreitägige Simulation im öffentlichen Raum von Berlin stellte Menschen mit unterschiedlichsten Kriegserfahrungen, und deren Umgang mit diesen, in den Mittelpunkt. Durch die Kreation eines mobilen Kamera-, Monitor- und Bildbearbeitungssystems thematisierten wir medial vermittelte Kriegsrealitäten und boten einen spielerischen Zugang zur technologisch bestimmten Realität von Krieg.

> Link zur Projekt-Webseite



Outside the Box

Research / Artware

Kanuti Gildi SAAL Tallinn / fft Düsseldorf

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Der Leiter des Kanuti Gildi SAAL in Tallin stellte uns die Frage der wir nachgehen sollten: "Wo sind die Besucher_innen der Theater im etwas höheren Alter?" In Estland sind hauptsächlich jüngere Menschen an Kunst und Theater interessiert. Wir fanden junge und ältere Künstler_innen und ließen sie im künstlerischen Wettkampf gegeneinander antreten.




2013

Tannhäuser

Videoinstallation

Oper Dortmund

Regie Oper: Kay Voges, Musikalische Leitung: Gabriel Feltz

Immer ganz nah an den Geschwindigkeiten und Temperaturen von Wagners Musik, entwickeln sich die Bilder für die Oper 'Tannhäuser' teilweise über mehrere Minuten, immer zwischen christlicher Ikonographie und dem Popkitsch eines David LaChapelle. Die fast die komplette Oper durchegehende Präsenz der Videoinstallation, machte sie zu einem dominierenden bühnenbildnerischen Agenten und erweitert den Bühnenraum virtuell in die seelischen Zustände der Protagonisten.




Das goldene Zeitalter

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Für die Dramatisierung der Wiederholung in einer drei- bis vierstündigen Show, kreierte ich eine Videoinstallation welche die Bühne aus verschiedensten Perspektiven aufnehmen, überlagen und loopen konnte.




Der Live-Code: Krieg und Frieden im globalen Dorf

play / live coding installation

Theater Dortmund

mit Marsen Jules, Rolf Meinecke u.a.

Im Raum hängen fünf Leinwände, in der Mitte steht ein Tisch an dem drei Personen an Bildschirmen stehen. In diesem 'Bühnenbild' verhandelte der Live-Code die Möglichkeiten von programmierbaren Medien und startete im Beisein der Zuschauer den Versuch, diese sich selbst zu überlassen.




2012

Einige Nachrichten an das All

Video / Film

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Die Grundlage zu diesem Film ist der Text von Wolfram Lotz, dessen implizite Herausforderung die Grenzen der Bühne zu übertreten um an Ihnen zu scheitern, gleichzeitig Motivation und Überforderung für den Dreh und die Postproduktion darstellte. Die so gefundenen Arbeitsmethoden, ließen Theater und Film in einer sehr eigenständigen Form verschmelzen.




Crashtest Nordstadt

Perfomance / Videoinstallation

Theater Dortmund

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Für die erste gemeinsame Arbeit mit matthaei & konsorten arbeitete ich eng mit dem ChaosTreff Dortmund zusammen. Die Geschehnisse an verschiedenen Orten der Dortmunder Nordstadt, an denen das Projekt stattfand, wurden in einem Online-Livevideostream übertragen. Das Spiel um Werte und Märkte, welches im Kern von CRASHTEST NORDSTADT stand, wurde in der Art von Börsenberichterstattungen in dieses Online-TV integriert. Desweiteren gab es dokumentarisches und insziniertes Videomaterial mit den Bewohnner_innen des Viertels.




Meister & Margarita

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Für die Inszenierung entwickelte ich aufgrund der engen Platzverhältnisse auf der Bühne eine Doppelkamera, welche es dem Kameramann David Wesemann ermöglichte, zwei Perspektiven zur gleichen Zeit einzufangen und diese im Live-Schnitt in Form von Schnitt/Gegenschnitt zu verwenden. Videoeinspieler unter der Zuhilfenahme von 3D-Programmen, erstellte ich einen virtuellen Raum zwischen Bulgakovs Literatur und der Dortmunder Inszenierung.




2011

NAKED LENZ

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie: Martin Laberenz

NAKED LENZ war Martin Laberenz´ zweite Inszenierung am Schauspiel Dortmund und entstand aus der Überlagerung von Georg Büchners 'Lenz' mit William Burroughs 'Naked Lunch'. Dafür drehte ich Material auf 8mm und entwicklte nach Art von Terry Gilliams Legetricktechnik, Animationen welche einen visuellen Denkraum zwischen beiden Literaturen herstellte. Die Bühne wurde für mich als Kameramann zum Einsatzgebiet inmitten einer theatralen Überforderung.




Nora & Gespenster

Videoinstallation & Livekamera

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

In der Doppelinszenierung von Ibsens Stücken fand sich eine Form der familiären Genealogie. Live-Kamera und Videoeinspieler waren Mikroskop und Gefühlsmesser des Privaten von Nora/Frau Alving.




2010

Visitor Q

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

In der Mitte des Theaterraums steht eine Black Box. Mit Hilfe mehrerer Monitore, kann man ins Innere blicken. Die Kamera war somit im ersten Drittel des Stücks die Erweiterung der Augen der Zuschauers. Diese mediale 'Zurichtung' von Realität wurde im Verlauf des Abends, ähnlich wie bei Takashhi Miikes' gleichnahmigen Film, thematisiert und diskutiert. Für die Videoinstallation drehten wir Material mit den Schauspieler_innen und zwei Pornodarsteller_innen.




Das Nijinski Projekt

Video

mit: Mirjam Horiwtz, Claire Vivianne Sobottke & Paul Matzke

In den Ruinen der Alten Leipziger Messe gehen die Bewegungen, die Begegnung mit der Architektur und die Kamera den geistigen Entwicklungen und Ideen Vaslav Nijinskys auf der Schwelle zu seiner Schizophrenie nach. Der Film entstand in mehreren dieser Begegnungen, deren jeweilige Dauer von der Länge eines MiniDV-Tapes bestimmt wurde. Die Kamera als Zeitgeber und die Kameraarbeit tänzerisch zu verstehen, sah ich das erste Mal bei Maya Deren. Die so geschaffenen Bilder und Szenen montierte ich anhand von Passagen aus dem Tagebuch von Vaslav Nijinsky.




2009

Democracy in Motion

Dokumentarfilm (Co-Regie & Schnitt)

für OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND

Die zehnwöchige Tour von Joseph Beuys' sozialer Skulptur OMNIBUS durch zwölf Länder Südosteuropas wurde während der Fahrt in einem kontinuierlichen Webcast und nach Abschluss in einem Dokumentarfilm aufbereitet.

> Link zur Projektwebseite



Idioten

Video

Centraltheater Leipzig

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

In der Bühnenadaption von Lars von Triers IDIOTEN lernte ich viel im Umgang mit der Kamera auf der Bühne. Die Autonomie mit der die Schauspieler_innen auf die Bühne und vor die Kamera traten, fordert mich als Kameramann heraus, meine eigene Autonomie als Kameramann zu erforschen und sie in die Praxis zu überführen.




2008

Maschinenwinter

Video

Centraltheater Leipzig

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

Basierend auf der Streitschrift von Dietmar Dath fragen die Schauspieler was man tun kann, um die Maschinen zu befreien, damit sie sich bei den Menschen revanchieren können. Ausgerüstet mit einer kleinen Live-Kamera und ein paar Monitoren und DVD-Playern erarbeitete ich hier meine erste Videoinstallation im Theater.




2007

Lazar

Dokumentarfilm

mit Bernhard Wutka

Der Dokumentarfilm über den Holocaust-Überlebenden Israel Laszlo Lazar. Der Film zeigt die Orte seiner Kindheit, sowie die Orte der Deportation und Gefangenschaft. Seine Tochter begleitet ihn auf seiner Reise.

> Link zur Webseite des United States Holocaust Memorial Museum