projekte


2020

Die kommenden Träume

Installation & Performance

Kampnagel, Hamburg

mit Barbara Schmidt-Rohr

Sie sind direkt vor uns und doch sind sie woanders. An Orten, die nur sie wahrnehmen. Wir wissen nicht, was dort geschieht. Sie sehen uns unnahbar an, als blickten sie durch uns hindurch. Aber vielleicht ist dies auch nur eine neue Form des Träumens.
Diese performative Medieninstallation basiert auf malerisch anmutenden Videoportraits von dreiundsechzig Kindern und Jugendlichen. In den Videos befinden sie sich in imaginierten virtuellen Welten. Die dort stattfindenden Bewegungen, Blicke und Gesten haben wir gemeinsam mit ihnen entwickelt. Entstanden sind Choreografien für eine Zukunft, in der die digitalen Ökonomien den nächsten Markt bereits erschlossen haben und Unterhaltungs- und Kommunikations-Technologien wie Mixed, Augumented und Virtual Reality zu einem selbstverständlichen Teil unseres Alltags geworden sind.
Ein „selbstlernender“ Code choreografiert die Portraits der Kinder. Wie ein Bilderkennungsalgorithmus sucht er im Videomaterial nach Ähnlichkeiten in den Kostümen, Gesichtern und Bewegungen. Ganz so, wie unsere Körper schon jetzt, durch digitale Überwachungstechnologien und durch die Big-Data der sozialen Medien, Teil eines technischen Narrativs geworden sind. Die Anordnungen der Videos erscheinen auf dem ersten Blick wie zufällig. Doch der Code folgt einer Agenda, die beim längeren Betrachten spürbar wird und eine immersive, poetische Wirkung entfaltet.

> Link zur Performance-Webseite bei Kampnagel

Candide

Videoart

Staatsoper, Kassel

mit Paula Berger, Aljoscha Burtchen, Jonas Rühl

Den Streit zwischen Voltaire und Leibniz über die Frage ob Gott ein guter oder ein schlechter Gott sei und ob wir wirklich in der besten aller möglichen Welten leben, wirkt sehr zeitgemäß wenn man ihn auf unseren heutigen Umgang mit Technologie und auf die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz bezieht. In der Videoarbeit zur Musicalinszinierung von Candide lernt die fiktive, künstliche Intelligenz 'Q.E.D.' (quod erat demonstrandum) die Welt verstehen, mit Ihr zu interagieren und sie selbst zu formen und zu bestimmen. Die menschlichen Körper und das menschliche Verhältnis zwischen Kultur und Natur sind der hauptsächliche Wirkbereich des Algorithmus. Aus den Körpern werden Maschinen, aus menschlichen Subjekten blosse Objekte der Natur. Der Mensch wird zur Ressource, fast so wie er selbst die Pflanzen und Tiere zur Ressource degradiert hat.
Der Algorithmus schafft eine Welt in der wir uns neu finden und dieses neues Selbst bestimmen sollten um uns begegnen und berühren zu können.

> Link zur Oper-Webseite bei der Staatsoper Kassel

2019

Nichts. ®

Mixed Media-Installation

creative places, Gelsenkirchen

mit Farina Hamann, Vesela Stanoeva, Clemens Schöll, Vladimir Ilic & Frederika Tsai

Als ein gemeinsames Team von sechs Künstler_innen haben wir im Laufe einer Woche gemeinsam ein Konzept für eine Ausstellung speziell für den Ort der gemeinsamen Residenz in Gelsenkirchen entwickelt und diese umgesetzt. Dabei untersuchten wir sowohl die eigenen Potenziale als die des Ortes. Wir näherten uns in unseren Arbeiten dem Begriff des NICHTS. Welche Rolle spielt die Abwesenheit von Inhalten oder Erzählungen für ein Medium und für einen Raum? Das Austellungskonzept verschmilzte neben klassischen Installations- und Videoarbeiten zeitgenössische Formate von Virtual und Augmented Reality.

> Link zum Projekt

The Nature of Real Estate

Mixed Media

48h Neukölln / Bar Babette, Berlin

by grit.kit & jitterhorse

Wer hat das Recht wo und wie zu leben und zu wohnen? Gibt es für jedes Lebewesen ein Recht auf einen Ort, an dem es existieren kann? Und kann dieser Ort selbst gewählt und gestaltet werden? Welche Sicherheiten gibt es auf diesen angeeigneten Ort der Existenz? Diese Fragen könnte man für verschiedene Spezies sehr unterschiedlich beantworten und doch vereint fast alle Arten, dass der Ort ihrer Anwesenheit durch den Menschen bedroht ist. Auch der Wohnraum des Menschen selbst.
Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre um Besitz und Enteignungen in Berlin ist die gedankliche Pforte in diese Installation. Innerhalb der in der Installation verbundenen Themen und Materialien ist dieses Thema eine Brücke zwischen der Gefährdung menschlicher und nicht-menschlicher Lebensräume, ein Versuch im Verschwinden der Orte eine interspezizistische Verwandtschaft zu lesen.


Art for Landscapes / The Forbidden Market

Mixed Media, Art Research & Intervention (ongoing)

LV, LT, I & UK (funded by Creative Europe - iPortunus)

mit Bek Berger


Kinder

Dokumentarfilm

Sektion Generation @ Berlinale, Berlin

Regie Nina Wesemann

Für den Film von Nina Wesemann über vier Berliner Kinder und die Übergangszeit zwischen Kind und Teenager holte ich einmal wieder verlorengeglaubte Fähigkeiten im Umgang mit der Tonangel, einem Mikrophon und dokumentarischen Situationen hervor. Während den Drehs den Kindern und den Situationen in denen sie sich befanden so detailliert zuzuhören war ein wirkliches Geschenk. Wie leicht überhören wir Stimmen und Töne wenn sie scheinbar keine funktionelle Dimension haben.


mem d'or

a/v - performance

Orbital Garden, Bern

mit Fabian Kalker

Erinnern und Vergessen. Konstruktion und Dekonstruktion von Bewusstsein. Das Rauschen gelöschter VHS-Tapes und die algorithmische Rekonstruktion möglicher Bilder und Erinnerungsräume aus diesem Rauschen dienten Fabian und mir in dieser a/v-performance als Medium für eine Exploration des Bewusstseins / der Erinnerung und des Vergessens. Aus dem Rauschen erheben sich Strukturen die nach und nach greifbarer werden. Daraus entstehen fremdartige und zugleich vertraute Welten, in denen das Erinnern und das Vergessen gemeinsam die Tiefe eines virtuellen Raumes erzeugen.


2018

UUID

Videoinstallation

dance for prance / Tanz im August, HAU - Berlin

kuratiert von Bek Berger

UUID ist eine 128-Bit-Zahl zur universellen und einzigartigen Identifikation von Informationen. Sie kommt kein zweites Mal vor und ermöglicht es unabhängigen Parteien gemeinsame Sammlungen und Kollektionen von Informationen anzulegen ohne das die Teile der Sammlung später verwechselt werden können. Für die Veranstaltung "dance for prance" während des Festivals Tanz im August, entickelte ich eine generative Software welche die Tanzbewegungen der BesucherInnen auf der Tanzfläche per 3D-Kamera aufzeichnete und eine immer wachsende Sammlung von körperlichen UUIDs - Tanzbewegungen und Anordnungen von Körpern im Raum - anlegte.

Your body, your clothes, your movement, this space, this time.
Distances ow around you. Smoothly.
Whats between 0.110^-10000 and 0.210^-10000 ?
Surfaces and lines become rough points. Rounded up.
Rough points form an alphabet to depict.
What is not mentioned does not exist.
UUID is an alphabet consisting of countless letters,
describes everything and is therefore (un)readable.


Let Them Eat Money

Videoart

Deutsches Theater Berlin

mit Jutta Dobenstein und Andres Veiel

Die eigentliche Idee für die Videoinstallation zum Theaterstück war eine generative Software die auf Augenhöhe mit den DarstellerInnen auf der Bühne performt. Ebenso wie die menschlichen Akteure, sollte sie die Möglichkeit haben die Geschehnisse aus Ihrer Perspektive, einer nicht-menschlichen Perspektive, zu erzählen. Auch wenn dies nach und nach nicht mehr in die Inszinierung passen wollte, performt der Code eine Datensammlung und deren Nutzbarmachung. Ein Gewebe aus Daten und Informationen ist die fluide Architektur in denen die Figuren agieren.


2017

Welche Zukunft?!

Web & Videoinstallation

Deutsches Theater Berlin / Humboldt Forum Berlin

mit Jutta Dobenstein und Andres Veiel

Die Recherchephase für das Theaterstück 'Welche Zukunft?!' war bestimmt von Prozessen der gemeinschaftlichen Entwicklung von Zukunftsszenarien. Auf der Webseite wurden die Workshops des Labors anhand von Zukunftsszenarien vorgestellt. Am Laborwochenende im Deutschen Theater, arbeiteten die TeilnehmerInnen und ExpertInnen an einem, für das Labor kreierten, interaktiven Szenarientisch. Ist Zukunft gestaltbar und wenn ja, wie können wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Wie kann man aus düstere Zukunftsprognosen lernen und Wege einschlagen welche diese düsteren Zeiten vermeiden?
Mitarbeit Coding: Alex Hof & Lars Parmakerli

> Link zur Projektwebsite die ich mit meinem Team erarbeitete

WUT

Videoinstallation

Deutsches Theater Berlin

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

Der kleine Gott in unserer Hand: Unser Smartphone. Für die Inszenierung von Elfriede Jelineks 'WUT' erarbeitete ich eine Software mit der die Livebilder eines Smartphones aufgezeichnet und dann generativ montiert wurden.

> Link zur Stück-Webseite des Deutschen Theaters

2016

Dark Matters - Beyond Us

Art Research & Videoinstallation

mit Malin Nagel, Annika Wehrle, Helen Hess und Charlotte Eitelbach

unterstützt durch die Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Die Forschung nach dunkler Materie und dunkler Energie, welche laut wissenschaftlichen Erkenntnissen den Großteil des Universum ausmachen, stellt die aktuelle Position des Menschen auf der Welt in Frage. Gibt es andere Positionen, von denen aus man das Menschliche in einem gleichberechtigtem Zusammenspiel verschiedener Materien, neu betrachten und bewerten kann? In einer Recherche zu Dunkler Materie und Posthumanismus trafen wir Rosi Braidotti und Hartmut Wittig, um dieser Frage näher zu kommen.

> Link zum Projekt bei der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

My Lonesome Hologram

VR-Installation

@ DOK Leipzig und HFF München

mit Nina Wesemann, Lars Ullrich und Frank Génot

Für diese interaktive VR-Installation begibt sich die BesucherIn auf drei Etappen durch die Installation: Im ersten Raum sprechen BesucherIn und ein Guide über persönliche Aspekte der An- und Abwesenheit, dem Digitalen, der Einsamkeit und dem Geselligen. Audioaufnahmen dieses Gesprächs werden gemacht. In einem zweiten Raum wird eine Geste oder ein Bewegungsablauf der BesucherIn mit zwei 3D-Kameras aufgezeichnet. In einem dritten Raum begegnet man nun auf einer virtuellen Insel seinem Hologramm sowie den Hologrammen der vorherigen Besucher.

> Link zum Projekt

Walls – Iphigenia in Exile

Video & Sound

Deutsches Theater Berlin / Asia Culture Center, Gwangju

Regie Theaterstück: ZinA Choi, Tilmann Köhler, Kyungsung Lee, Mario Salazar, Jungung Yang, Kon Yi und Ensemble

Für die Koreanisch-deutsche Koproduktion erarbeitete ich Videos, welche in einer Doppelprojektion, die DDR-Vergangenheit und deren gegenwärtige Reflektion verdichteten. Für die Performance von Jungung Yang kreierte ich Artware, mit der sich die Schauspieler auf der Bühne als Schattenrisse aufzeichnen ließen, um dann langsam im digitalen Nebel zu verschwinden.

> Link zur Stück-Webseite des Deutschen Theaters

Superkörper

Web & Artware

Theater Freiburg

als Teil von 'matthaei & konsorten'

In vielen Videointerviews ergründeten wir die Einstellungen, Vorhaben und Gedanken von ForscherInnen der Lebenswissenschaften. Dieses Material wurde in einem eigens dafür programmierten DNA-Videoplayer im Web präsentiert. Er bildete die inhaltliche Basis, auf der die TeilnehmerInnen des partizipativen Projektes SUPERKÖRPER selbst zu forschen begannen und nach den Konsequenzen dieser Wissenschaften in ihrem Leben suchten. Für die 'Forschung' der Teilnehmer_innen konstruierte ich ein Sensorapparat mit dem verschiende Untersuchungen angestellt werden konnten.


2015

Brief an Heiner M.

Lesung / Game

Theater Dortmund

mit Uwe Schmieder

Für die Lesung des Textes von Goran Fercec programmierte ich eine Art Computerspiel. Der 'Spieler' startet in einem kleinen Hotelzimmer: Auf dem Fernseher in der Ecke laufen Videos der Kriege auf dem Balkan der 90er Jahre und vermischen sich mit Privataufnahmen einer Familie aus Ostdeutschland zur selben Zeit. Die Tapeten, Bilder an der Wand und Buchumschläge in diesem Raum verändern sich im Verlauf der Lesung/des Spiels. Durch ein Loch in der Wand gelangt der Spieler in einen Hof. Dieser Hof stellt sich als Friedhof für Stein und Metall in Form von unnützen Statuen heraus.


TERROR

Video & Sound

Deutsches Theater Berlin

Regie: Hasko Weber

Für das Stück TERROR von Ferdinand von Schirach am Deutschen Theater in Berlin, entwickelte ich virtuelle Landschaften und Objekte welche die Virtualität von Recht, aber auch die Technologisierung und absolute Enthumanisierung des Krieges ins Auge nimmt. In einer Zwischenwelt zwischen Traum, Spiel und Simulation, kommen in den 3D-Umgebungen Artefakte des privaten und beruflichen Lebens des Hauptprotagonisten zum Vorschein.

> Link zur Stück-Webseite des Deutschen Theater Berlin

Savoir Vivre I - IV

Research / Performance

mit Malin Nagel, Alex Hof, Elias Oltmanns, Katharina Halus, Valerie Gasse, Jonas Keller, Lisann Behm, Lars Ulrich, Frederik Worms, Katrin Klietsch, Caspar Schleicher, u.a.

Für einige Monate stellten wir eine Gruppe an Künstlern und Wissenschaftlern zusammen, um den Veränderungen des kognitiven Apparates durch die Technologisierung des Alltags näher zu kommen. Welche Veränderung macht das menschliche Gehirn durch und wie lässt sich mit künstlerischen Mitteln darauf reagieren? In der Tiefe der Theorie und geduldigen Gesprächen untereinander, fanden wir Prototypen von diskursiven Räumen, Handlungen und Vorgehensweisen, die wir in kleinen Showings mit Besuchern ausprobierten.

> Link zum Projekt

2014

Endstation Sehnsucht

Videoinstallation

Schauspiel Frankfurt

Regie Theaterstück: Kay Voges

Auf zwei großen Leinwänden sehen die BesucherInnen des Theaterstücks einen Live-Film, der gleichzeitig mit den Ereignissen auf der Bühne entsteht. Zwei Kameraleute liefern hierfür die Bilder und im Schnitt der Bilder entstehen Glitches, digitale Fehler, welche die Welt der Untoten für kurze Augenblicke in die Bühnenrealität hereinbrechen lassen. Die Macht der Bilder und ihre konstruierten Hyper-Realitäten attackieren die Realität der Bühne sowie auch Blanches Realität.



Im Apparat der Kriege

Video / Artware / Performance

Sophiensaele Berlin

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Die dreitägige Simulation im öffentlichen Raum von Berlin stellte Menschen mit unterschiedlichsten Kriegserfahrungen, und deren Umgang mit diesen, in den Mittelpunkt. Durch die Kreation eines mobilen Kamera-, Monitor- und Bildbearbeitungssystems thematisierten wir medial vermittelte Kriegsrealitäten und boten einen spielerischen Zugang zur technologisch bestimmten Realität von Krieg.

> Link zur Projekt-Webseite

Outside the Box

Research / Artware

Kanuti Gildi SAAL Tallinn / fft Düsseldorf

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Der Leiter des Kanuti Gildi SAAL in Tallin stellte uns die Frage der wir nachgehen sollten: "Wo sind die Besucher_innen der Theater im etwas höheren Alter?" In Estland sind hauptsächlich jüngere Menschen an Kunst und Theater interessiert. Wir fanden junge und ältere Künstler_innen und ließen sie im künstlerischen Wettkampf gegeneinander antreten.


2013

Tannhäuser

Videoinstallation

Oper Dortmund

Regie Oper: Kay Voges, Musikalische Leitung: Gabriel Feltz

Immer ganz nah an den Geschwindigkeiten und Temperaturen von Wagners Musik, entwickeln sich die Bilder für die Oper 'Tannhäuser' teilweise über mehrere Minuten, immer zwischen christlicher Ikonographie und dem Popkitsch eines David LaChapelle. Die fast die komplette Oper durchegehende Präsenz der Videoinstallation, machte sie zu einem dominierenden bühnenbildnerischen Agenten und erweitert den Bühnenraum virtuell in die seelischen Zustände der Protagonisten.

> Link zur Opern-Webseite des Dortmunder Theater

Das goldene Zeitalter

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Für die Dramatisierung der Wiederholung in einer drei- bis vierstündigen Show, kreierte ich eine Videoinstallation welche die Bühne aus verschiedensten Perspektiven aufnehmen, überlagen und loopen konnte.

> Link zur Stück-Webseite des Dortmunder Theater

Der Live-Code: Krieg und Frieden im globalen Dorf

play / live coding installation

Theater Dortmund

mit Marsen Jules, Rolf Meinecke u.a.

Im Raum hängen fünf Leinwände, in der Mitte steht ein Tisch an dem drei Personen an Bildschirmen stehen. In diesem 'Bühnenbild' verhandelte der Live-Code die Möglichkeiten von programmierbaren Medien und startete im Beisein der Zuschauer den Versuch, diese sich selbst zu überlassen.

> Link zur Stück-Webseite des Dortmunder Theater

2012

Einige Nachrichten an das All

Video / Film

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Die Grundlage zu diesem Film ist der Text von Wolfram Lotz, dessen implizite Herausforderung die Grenzen der Bühne zu übertreten um an Ihnen zu scheitern, gleichzeitig Motivation und Überforderung für den Dreh und die Postproduktion darstellte. Die so gefundenen Arbeitsmethoden, ließen Theater und Film in einer sehr eigenständigen Form verschmelzen.


Crashtest Nordstadt

Perfomance / Videoinstallation

Theater Dortmund

als Teil von 'matthaei & konsorten'

Für die erste gemeinsame Arbeit mit matthaei & konsorten arbeitete ich eng mit dem ChaosTreff Dortmund zusammen. Die Geschehnisse an verschiedenen Orten der Dortmunder Nordstadt, an denen das Projekt stattfand, wurden in einem Online-Livevideostream übertragen. Das Spiel um Werte und Märkte, welches im Kern von CRASHTEST NORDSTADT stand, wurde in der Art von Börsenberichterstattungen in dieses Online-TV integriert. Desweiteren gab es dokumentarisches und insziniertes Videomaterial mit den Bewohnner_innen des Viertels.


Meister & Margarita

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

Für die Inszenierung entwickelte ich aufgrund der engen Platzverhältnisse auf der Bühne eine Doppelkamera, welche es dem Kameramann David Wesemann ermöglichte, zwei Perspektiven zur gleichen Zeit einzufangen und diese im Live-Schnitt in Form von Schnitt/Gegenschnitt zu verwenden. Videoeinspieler unter der Zuhilfenahme von 3D-Programmen, erstellte ich einen virtuellen Raum zwischen Bulgakovs Literatur und der Dortmunder Inszenierung.


2011

NAKED LENZ

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie: Martin Laberenz

NAKED LENZ war Martin Laberenz´ zweite Inszenierung am Schauspiel Dortmund und entstand aus der Überlagerung von Georg Büchners 'Lenz' mit William Burroughs 'Naked Lunch'. Dafür drehte ich Material auf 8mm und entwicklte nach Art von Terry Gilliams Legetricktechnik, Animationen welche einen visuellen Denkraum zwischen beiden Literaturen herstellte. Die Bühne wurde für mich als Kameramann zum Einsatzgebiet inmitten einer theatralen Überforderung.


Nora & Gespenster

Videoinstallation & Livekamera

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Kay Voges

In der Doppelinszenierung von Ibsens Stücken fand sich eine Form der familiären Genealogie. Live-Kamera und Videoeinspieler waren Mikroskop und Gefühlsmesser des Privaten von Nora/Frau Alving.


2010

Visitor Q

Videoinstallation

Theater Dortmund

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

In der Mitte des Theaterraums steht eine Black Box. Mit Hilfe mehrerer Monitore, kann man ins Innere blicken. Die Kamera war somit im ersten Drittel des Stücks die Erweiterung der Augen der Zuschauers. Diese mediale 'Zurichtung' von Realität wurde im Verlauf des Abends, ähnlich wie bei Takashhi Miikes' gleichnahmigen Film, thematisiert und diskutiert. Für die Videoinstallation drehten wir Material mit den Schauspieler_innen und zwei Pornodarsteller_innen.


Das Nijinski Projekt

Video

mit: Mirjam Horiwtz, Claire Vivianne Sobottke & Paul Matzke

In den Ruinen der Alten Leipziger Messe gehen die Bewegungen, die Begegnung mit der Architektur und die Kamera den geistigen Entwicklungen und Ideen Vaslav Nijinskys auf der Schwelle zu seiner Schizophrenie nach. Der Film entstand in mehreren dieser Begegnungen, deren jeweilige Dauer von der Länge eines MiniDV-Tapes bestimmt wurde. Die Kamera als Zeitgeber und die Kameraarbeit tänzerisch zu verstehen, sah ich das erste Mal bei Maya Deren. Die so geschaffenen Bilder und Szenen montierte ich anhand von Passagen aus dem Tagebuch von Vaslav Nijinsky.


2009

Democracy in Motion

Dokumentarfilm (Co-Regie & Schnitt)

für OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND

Die zehnwöchige Tour von Joseph Beuys' sozialer Skulptur OMNIBUS durch zwölf Länder Südosteuropas wurde während der Fahrt in einem kontinuierlichen Webcast und nach Abschluss in einem Dokumentarfilm aufbereitet.

> Link zur Projektwebseite

Idioten

Video

Centraltheater Leipzig

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

In der Bühnenadaption von Lars von Triers IDIOTEN lernte ich viel im Umgang mit der Kamera auf der Bühne. Die Autonomie mit der die Schauspieler_innen auf die Bühne und vor die Kamera traten, fordert mich als Kameramann heraus, meine eigene Autonomie als Kameramann zu erforschen und sie in die Praxis zu überführen.


2008

Maschinenwinter

Video

Centraltheater Leipzig

Regie Theaterstück: Martin Laberenz

Basierend auf der Streitschrift von Dietmar Dath fragen die Schauspieler was man tun kann, um die Maschinen zu befreien, damit sie sich bei den Menschen revanchieren können. Ausgerüstet mit einer kleinen Live-Kamera und ein paar Monitoren und DVD-Playern erarbeitete ich hier meine erste Videoinstallation im Theater.


2007

Lazar

Dokumentarfilm

mit Bernhard Wutka

Der Dokumentarfilm über den Holocaust-Überlebenden Israel Laszlo Lazar. Der Film zeigt die Orte seiner Kindheit, sowie die Orte der Deportation und Gefangenschaft. Seine Tochter begleitet ihn auf seiner Reise.

> Link zur Webseite des United States Holocaust Memorial Museum